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Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst

Oft wird beklagt, es müsse etwas getan werden, damit das Klima nicht kippt. In „Generation Weltuntergang“! erfahren wir, dass es Kipppunkte gibt, bei denen eine solche Entwicklung nicht mehr umkehrbar ist. Wir lernen auch, dass einige dieser Kipppunkte bereits erreicht sein könnten. Wir lernen, dass sich Prognosen und Annahmen der Wissenschaft immer wieder als zu freundlich und ihr Glaube in die Unerschütterlichkeit der klimatischen Gegebenheiten als zu fest erwiesen hat. Alles dies legen sie im Ton sehr freundlich und in der Sprache sehr locker dar.

Sie erklären uns auch, wie in unserem täglichen Leben CO²-Ausstoß entsteht und wie unsinnig die eine oder andere zivilisatorische Gewohnheit ist. Sie machen deutlich, „warum wir schon mitten im Klimawandel stecken“ und auch „wie schlimm es wird“ – nur „was wir jetzt tun müssen“ bleibt einigermaßen nebulös. Zurecht betonen die Autor*innen, dass die Situation nach Veränderung schreit – und doch sind sie gleichzeitig ungewöhnlich gelassen, was die anstehenden Schritte angeht: Ein bisschen mehr Konsequenz in der Politik hier, ein bisschen Verzicht dort – und dann wird es schon irgendwie werden. Die Organisationsweise der Welt grundsätzlich hinterfragen? Wird schon nicht nötig sein. Die ebenso glaubhafte wie erschreckende Zustandsbeschreibung und die Skizze der gesellschaftlichen Herausforderungen am Ende fallen auseinander.

Stefan Bonner/ Anne Weiss
Generation Weltuntergang
Warum wir schon mitten im Klimawandel stecken, wie schlimm es wird und was wir jetzt tun müssen
Überarbeitete Taschenbuchausgabe, 2019 [2017]
München: Droemer Knaur

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